Schiedsrichterwesen

Wir über uns

Hier informieren wir Euch regelmäßig über alles Wissenswerte aus dem Schiedsrichterwesen in unserem Bezirk Esslingen, z.B. Aktivitäten, Neuheiten aus dem Schiedsrichterwesen und vieles mehr. Für alle Interessierten gibt es eine Regelecke. Wir stehen Euch gerne bei weiteren Fragen zur Verfügung:

Ressortleiter Schiedsrichter im Bezirk Esslingen (RLSRB): 

Kai-Uwe Krohmer
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Tel.: 07022 251730 - Neue Handy-Nr.: 01575 6350445

Stellv. Ressortleiter Schiedsrichter im Bezirk Esslingen (stellv. RLSRB): 

Tim Andraschko
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Tel.: 01577 3881867

Frage 1: Der Belag von Spieler A weist einen Riss von 5 cm auf.

Antwort: Intern. TT Regeln A 4.5. Der Belag ist nicht mehr zulässig. Der Belag muss durchlaufend sein.

 

Frage 2: Am Schlägerrand ist der Belag "abgefressen". Es fehlen mind. 3 mm vom Belag am ganzen Rand.

Antwort: Intern. TT Regeln A 4.4. Der Belag ist nicht mehr zulässig. Der Belag muss das ganze Schlägerblatt bedecken.

 

Frage 3: Auf dem Schläger fehlen mehrere Noppen innerhalb von 2 cm².

Antwort: Intern. TT-Regeln 4.3.1. Pro cm² müssen mindestens 10, höchstens 30 Noppen gleichmässig verteilt sein. Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, ist der Belag nicht mehr zulässig.

 

Frage 4: Der Belag ragt 3 cm über das Schlägerblatt hinaus.

Antwort: Intern. TT-Regeln A 4.4. Der Belag darf nicht über das Schlägerblatt hinaus ragen. Der überstehende Belag muss abgeschnitten werden.

 

Frage 5: Der Belag zeigt eine 1 cm hohe Blase.

Antwort: Intern. TT Regeln A 4.5. Belag nicht mehr zulässig. Der Belag muss gleichmässig dick sein.

 

Frage 6: Der Belag ist so abgespielt, daß man den Belagsnamen und ITTF-Zeichen nicht mehr erkennt.

Antwort: Intern. TT-Regeln B 2.1.3. Der Belagsnahmen und ITTF-Zeichen müssen erkennbar sein. Der Belag muss auch auf der gültigen Belagsliste aufgeführt sein. Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, ist der Belag nicht mehr zulässig.

 

Anmerkung: Wird ein der Ball mit einem nicht zulässigen Belag gespielt, erhält der Gegner einen Punkt. Intern. TT-Regeln A 10.1.7

In der Pausen während des Spiels bleibt der Schläger auf dem Tisch liegen. Intern. TT-Regeln B 4.2.5

Vom 07.02. - 09.02.2014 wurde das DHS Europe Lausanne, dem Nachfolgeturnier des ehemaligen Europe Top 12 - das jetzt als Qualifikationsturnier für den World Cup gilt - ausgetragen. Neben den Kollegen aus Frankreich, Luxemburg, Holland und Schweiz kamen 3 deutsche Schiedsrichter, u.a. unser Kollege Tim Andraschko, zum Einsatz. Bei dem Turnier starteten die 12 besten Damen und Herren der Europa-Rangliste, wobei je Nation maximal 2 Damen und Herren zugelassen waren. Tim Andraschko startete mit Einsätzen in den Gruppenspiele gefolgt von den Viertelfinalspielen zwischen Apolonia (Portugal) - Mattenet (Frankreich) und Gionis (Griechenland) - Maze (Dänemark). Am Sonntag leitete er das Spiel um Platz 7 zwischen Apolonia und Gionis souverän. Zu seinem perönlichen Highlight dieser Veranstaltung wurde natürlich das Damen-Endspiel, daß er mit einem französischen Kollegen ohne Probleme "über die Bühne" brachte. Neben den Arbeit als Schiedsrichter blieb noch genügend Zeit sich mit den Kollegen auszutauschen und die schöne Stadt am Genfer See zu genießen.

 

 

Auslandseinsatz Swedish Open Jugend und Schüler

Bei den Swedish Open der Jugend und Schüler leitete Kai-Uwe Krohmer zusammen mit schwedischen, einem italienischen und 3 deutschen Schiedsrichtern die Spiele in Örebro. Dabei standen pro Tag 10 - 14 Spiele für jeden Schiedsrichter auf dem Programm.

Am 2. Tag kam Kai-Uwe Krohmer im Halbfinale des Jungen-Doppels, beim Finale Mädchen-Doppel (Assistent) und im Finale beim Jungen-Einzel zum Einsatz. Alle Spiele leitete Kai-Uwe Krohmer und seine Schiedsrichterkollegen gewohnt souverän. 15 cm Neuschnee überraschten am Ende des Tages viele beim Verlassen der Halle.

Am 3. Tag fand das Elite-Turnier der Erwachsenen statt. Von den schwedischen Tischtennis-Legenden spielte nur Jan-Ove Waldner, der dem jugendlichen Ansturm jedoch nicht lange stand halten konnte. Kai-Uwe Krohmer leitete an diesem Tag ein spannendes Spiel im Halbfinale bei den Damen.

An den letzen beiden Tagen ermittelten die Jugendlichen und Schüler die Sieger der verschiedenen Altersklassen. Auch bei diesen Spielen leiteten die Schiedsrichter die Spiele in gewohnter Art. Zwischen den Spielen und an den Abenden blieb genügend Zeit für Gespräche mit den anderen Schiedsrichtern und einzelnen Spielern.

Getreu nach dem Motto: "Nach dem Turnier ist vor dem Turnier" erhielt Kai-Uwe Krohmer während seines Aufenthalts in Schweden die Zusage für seinen nächsten Auslandseinsatz: vom 16. - 19.04.2014 bei den Luxembourg Open.

 TTBL-Pokalfinale in der Porsche-Arena

Das letzte Wochenende des Jahres 2013 stand in der Stuttgarter Porsche-Arena ganz im Zeichen des Tischtennis. 1 Mannschaft aus der 2. Bundesliga und 7 Mannschaften aus der TTBL kämpften um den deutschen Pokal. Dabei kamen bei diesem Highlight auch 2 Schiedsrichter aus unserem Bezirk zum Einsatz.

Martin Reinauer sorgte als Racket Controller dafür, dass die Spieler mit regelkonformen Schlägern spielten. In den Pausen zwischen den Schlägerprüfungen verfolgte er ebenso die grandiosen Spiele, wie die tischtennis-begeisterten Zuschauer in der Porsche-Arena.

Kai-Uwe Krohmer leitete abwechselnd mit 5 weiteren Kollegen aus Württemberg samstags die Viertelfinale und sonntags das Halbfinale sowie das Endspiel. Besonders auch der teilweise nicht an Spannung zu überbietende 5-Satz-Krimi zwischen Patrick Baum (Borussia Düsseldorf) und Wang Xi (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell) wurde von Kai-Uwe Krohmer souverän geleitet.

Alle eingesetzten Schiedsrichter und Helfer genossen die tolle Stimmung der über 6000 Zuschauer und die grandiosen Tischtennis-Ballwechsel in der Porsche-Arena.
 

Damen Final-Four in Baiersbronn

Anfang Januar starteten 4 Bundesliga-Damenmannschaften (Berlin, Bingen, Böblingen und Busenbach) beim Pokalfinal-Four ins neue Jahr. Unser Schiedsrichterkollege Tim Andraschko war mit 6 weiteren Kollegen bei diesem Event in Baiersbronn am Start. Vor ca. 300 Zuschauern kam er beim Spiel zwischen Busenbach und Bingen zum Einsatz und erlebte die spannendste Begegung dieser Partie als Schiedsrichter. Im Finale zwischen Berlin und Bingen leitete er das erste Einzel in souveräner Manier. Das letzte Spiel des Finals begleitete er als Assistent und genoß, wie die Zuschauer, tolle und spannende Ballwechsel. Unter dem begeisternden Jubel der Zuschauer nahm Berlin als Sieger den Pokal entgegen.
 

Auslandseinsatz Hungarian Junior Open

Vom 06. bis 10. November vertraten unsere Schiedsrichterkollegen Tim Andraschko (SpVgg Stetten) und Sven Trautwein aus Sachsen die deutsche Schiedsrichtergilde bei den Hungarian Junior Open in Sozombathely. Dieses Turnier war gleichzeitig auch die kontinentale Qualifikation für die Jugend-Olympiade in China 2014. Schiedsrichter aus allen Teilen Europas unterstützten die ungarischen Schiedsrichter.

Pro Tag standen für die Schiedsrichter zwischen 3 und 10 Einsätze (Mannschaft, Einzel und Doppel) auf dem Einsatzplan. Im sog. Call room erfolgte die Überprüfung der Tischtennis-Schläger, sowie die Vorbereitungen für die jeweiligen Spiele.

Tim Antraschko leitet die 3 Halbfinalspiele im Jungen-Einzel, Schüllerinnen-Einzel und Schülerinnen-Mannschaft. Als persönliches Highlight bezeichnete er seinen Einsatz im Endspiel der Schülerinnen, welches er zusammen mit einem kroatischen Kollegen leitete. In der verbleibenden Zeit tauschte sich Tim mit den Kollegen aus um neue Erfahrungen zu sammeln und erkundete bei angenehmen Temperaturen die Stadt.
 

Bundesliga:

Auch in den höchsten Spielklassen kommen 6 Schiedsrichter unseres Bezirkes diese Saison zum Einsatz. In der 2. Bundesliga der Herren werden Jutta Gronen und Melanie Timke  beim TTC matec Frickenhausen 2 einige Spiele als Oberschiedsrichter bzw. Schiedsrichter am Tisch begleiten. Martin Reinauer ist in der TTBL beim TTC matec Frickenhausen im Einsatz. Bei Spielen des SV Böblingen in der Damen-Bundesliga sind gleich 4 Schiedsrichter aus unserem Bezirk dabei. Peter Klement (TV Nellingen), Tim Andraschko (SpVgg Stetten), Ingo Schroth und Kai-Uwe Krohmer wechseln sich dabei mit den Kollegen aus Südbaden ab.

Nach Einsätzen bei Großveranstaltungen wollen wir unsere Schiedsrichter zu Wort kommen lassen.
Anläßlich der Pokalendrunde der Herren (Final 8) in Stuttgart beantwortete Martin Reinauer (TTF Neuhausen) unsere Fragen:

 

Martin, wie lange bist Du schon Schiedsrichter?

Seit 1978.

 

Was mach Dir Spaß an diesem Ehrenamt?

Das ist meine heutige Motivation: Ich kann für einen besseren, gerechten Sport etwas tun und ich bin beim Spitzensport hautnah dabei.

 

Als Ressortleiter Schiedsrichter TTVWH - Wie siehst Du die Schiedsrichterarbeit im Bezirk Esslingen?

Der Bezirk Esslingen ist einer der aktivsten Bezirke im Verbandsgebiet. Aktiv nicht nur deshalb, weil die Schiedsrichter sehr einsatzfreudig sind, sondern weil auch viel unternommen wird, um neue Verbandsschiedsrichter zu gewinnen, die Präsenz der Schiedsrichter über die Homepage zu verbessern und auch im gesellschaftlichen Bereich treffen sich die Schiedsrichter mit Partner auch mal abseits der Sporthalle. Das ist sehr wichtig und freut mich ganz besondersy, dass es im Bezirk so gut läuft.

 

Warum ist es so wichtig, daß es Schiedsrichter im Tischtennis gibt?

Viele von uns denken, Schiedsrichter braucht doch kein Mensch. Schließlich kommen ja alle bis zur Verbandsklasse ohne Schiedsrichter aus. Aber wenn wir mal ehrlich sind: gibt es nicht viele Situationen, in denen wir froh gewesen wären, es wäre ein Schiedsrichter dabei gewesen?

Dabei meine ich weniger den Schiedsrichter am Tisch, sondern den Oberschiedsrichter, der sich im Regelwerk auskennt und so strittige Situationen erst gar nicht eskalieren lässt. Wir Schiedsrichter können verhindern, daß es durch Regelunkenntnis Streit gibt oder das sich jemand einen unerlaubten Vorteil verschaffen will. Unser Sport präsentiert sich nicht sehr gut. Es gibt kaum Mannschaften, die wirklich in einheitlicher Spielkleidung spielen.

Wird immer pünktlich angefangen? Werden nicht öfter mal Spieler auf den Spielberichtsbogen geschrieben, die gar nicht anwesend sind. Wird nicht oft die Spielreihenfolge geändert? Diese Dinge findet man in keinem anderen Sport. Und daher ist auch der Stellwert des Tischtennis entsprechend gering und so auch die Wahrnehmung in den Medien. All diese Dinge zu verbessern - deshalb sind Schiedsrichter da.

Wir Schiedsrichter treten also für die bessere Darstellung unseres Sports ein. Ich denke, das ist wichtig genug, um eine Daseinsberechtigung zu haben. Leider wird es immer schwerer neue Verbandsschiedsrichter zu gewinnen. Und so sinkt unsere Anzahl doch stetig. Dadurch jedoch wird es immer schwerer unsere Aufgaben zuverlässig zu bewältigen. So hoffe ich, daß beim nächsten Ausbildungslehrgang im Mai dieses Jahres, sich viele auch aus dem Bezirk Esslingen bereit erklären, die Ausbildung zum Verbandsschiedsrichter zu machen.

Zusätzliche Informationen