Schiedsrichterwesen

Wir über uns

Hier informieren wir Euch regelmäßig über alles Wissenswerte aus dem Schiedsrichterwesen in unserem Bezirk Esslingen, z.B. Aktivitäten, Neuheiten aus dem Schiedsrichterwesen und vieles mehr. Für alle Interessierten gibt es eine Regelecke. Wir stehen Euch gerne bei weiteren Fragen zur Verfügung:

Ressortleiter Schiedsrichter im Bezirk Esslingen (RLSRB): 

Kai-Uwe Krohmer
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Tel.: 07022 251730 - Neue Handy-Nr.: 01575 6350445

Stellv. Ressortleiter Schiedsrichter im Bezirk Esslingen (stellv. RLSRB): 

Tim Andraschko
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Tel.: 01577 3881867

Neue Nationale Schiedsrichterin für den Bezirk Esslingen

Vom 31.10. - 02.11.2014 fand der Prüfungslehrgang zum Nationalen Schiedsrichter (NSR) im Rahmen des DTTB-Top48 Ranglistenturniers in Kleve statt. Melanie Timke vom TSV Sielmingen berichtet von ihrer erfolgreichen Teilnahme:

Am Freitag, 31.10.2014 machten sich 3 Verbandsschiedsrichter des TTVWH auf die Fahrt nach Kleve (NRW, an der holländischen Grenze). Dies sollte ein sehr ereignisreiches Wochenende werden. Auf dem Programm stand der Prüfungslehrgang zum NSR des DTTB. Wir haben schon seit Wochen die Regeln angeschaut und durchgenommen, diverse Regeltests des TTVWH durchgesprochen und die Aufregung näherte sich langsam dem Höhepunkt. Die Fahrt nach Kleve verbrachten wir damit, weiter zu lernen und Regelfragen durchzusprechen. Da wurde selbst ein kleiner Stau willkommen geheißen. Wir waren so rechtzeitig am Austragungsort, dass wir noch die Halle inspizieren konnten. Wir schauten schon mal, wo unser Aufenthaltsraum sein würde für das Turnier am Samstag, und wo die Turnierleitung sitzt und so weiter. Anschließend fuhren wir ins Hotel zum Einchecken. Hier hatten wir auch noch reichlich Zeit, unsere Unterlagen noch mal durchzugehenl

Um 18 Uhr gab es Abendessen, anschließend eine Begrüßungsrunde im Tagungsraum. Wir sollten erläutern warum wir NSR werden wollen. Danach stiegen wir in die Thematik der Aufgaben des SR und SR-Assistenten am Tisch ein. Hier wurde die generelle Vorgehensweise erläutert, nicht spezifisch auf das Turnier bezogen. Das Ressort Schiedsrichter des DTTB bestehend aus Markus Baisch, Anja Gersdorf, Willi Klassen und Andre Zickert wies noch mal ausdrücklich darauf hin, was sie von uns am nächsten Tag erwarteten. Die Modalitäten der Beobachtung wurden uns auch näher gebracht. Danach kam die Einsatzbesprechung für das Turnier am folgenden Tag. Der Schiedsrichterzettel wurde besprochen, da dieser völlig anders war als gewohnt. Laut Zeitplan waren 25 Minuten pro Runde eingeplant. Uns allen war klar, dass wir den Zeitplan nicht einhalten können. Gegen 22.30 Uhr war der Therorie-Teil am Freitag beendet. Wir gingen dann noch zum gemütlichen Teil über, um uns gegenseitig kennen zu lernen.

Nach einer kurzen und recht schlaflosen (Aufregung) Nacht, trafen wir uns um 06.30 Uhr zum Frühstück. Wir 3 vom TTVWH trafen uns danach noch mal um uns auf die mündliche Prüfung vorzubereiten. Gegen 08.00 Uhr fuhren wir zur Halle, da um 08.30 Uhr nochmal eine Einsatzbesprechung angesetzt war. Diese galt im Wesentlichen den Kollegen, die am Freitag abend nicht dabei gewesen waren. Die SR-Zettel der ersten Runde wurden dabei ausgeteilt. Die Evaluierer beruhigten uns damit, dass sie erst ab der 3. Runde beobachten würden. Wir hatten also noch ein bis zwei Spiele zum  "warmlaufen". Ich durfte gleich als erstes an den Tisch was zur Folge hatte, dass der Zeitplan gleich in der ersten Runde aus den Fugen geriet, da ich mal wieder ein Spiel erst im fünften Satz beenden konnte. (-;. Die ersten beiden Spiele waren für mich eine Katastrophe, da sich die Trainer in meinem Rücken befanden und ich mich komplett umdrehen musste, um sie zu beobachten. In der Halle war es laut und verstanden hat man nichts. Ich dachte nur, was mach ich hier, ich will hier raus. Aber jeder von uns sollte mindestens 16 Spiele zählen. Ab dem dritten Spiel wurde es besser und nach meinem 4. Spiel nahm mich Anja Gersdorf kurz zur Seite um mir ein Feedback von ihrer Beobachtung zu geben. Sie war mit mir sehr zufrieden und wies mich auf eine paar kleine Verbesserungen hin. Im nächsten Spiel wurde ich von Willi beobachtet und er hatte nichts mehr auszusetzen und ich war einfach nur noch happy. Vor der praktischen Prüfung hatte ich die meisten Sorgen. Während eines Spiels musste mir der Oberschiedsrichter eine Verletzungspause genehmigen, da ich mir beim Anbringen der Rückennummer bei der Spielerin mit einer Sicherheitsnadel in den Finger gestochen habe und es blutete. Zusammen mit zwei bayrischen Kollegen ging es in die mündliche Prüfung. Die Atmosphäre war sehr locker, das nahm ein wenig die Nervosität. Die Fragen waren allesamt nicht schwer zu beantworten, allerdings wurde mir mein Fehler aus der Praxis direkt vor Augen geführt. Die mündliche Prüfung dauerte ca. 20-30 Minuten. Das Ergebnis wurde nicht gleich bekannt gegeben. Währendessen ging das Turnier weiter und wir mussten auch gleich wieder an die Tische um die nächsten Spiele zu leiten. Es blieb kaum Zeit zum Essen. In der letzten Runde durfte ich noch ein Spiel zählen. Eigentlich hoffte ich auf ein schnelles Spiel, aber schon nach dem ersten Satz war klar, dass es länger dauern würde. Es kam wie es kommen musste, das Spiel ging über die volle Distanz. Die Spiele wurden nach und nach fertig, die Halle leerte sich. Mein Spiel war als letztes zu Ende. Je leerer die Halle wurde, desto ruhiger wurde die Umgebung. Ich konnte die Atmosphäre plötzlich so richtig genießen und das Spiel war hochklassig. Einfach ein schönes Gefühl. Nach dem Abendessen sind wir völlig fertig in die Betten gefallen.

Am Sonntag ging der Lehrgang weiter. Zunächst gab es einen Rückblick auf den Turniertag. Mit Erschrecken mussten wir feststellen, dass unsere Beobachter nicht nur ihre Bögen ausgefüllt, sondern uns auch noch fotografiert haben. Nun wurden uns unsere Faux-pas auch per Bildbeweweis aufgezeigt. Wie gemein. Aber es waren nur Kleinigkeiten. Das folgende Thema war die Arbeit als OSR in den Bundesligen, was jetzt für uns drei auch nicht wirklich neu war. Es folgten noch Hinweise, wo die SR-Kleidung bestellt werden kann und wo es die einheitlichen Namensschilder gibt, die wir im TTVWH sowieso schon haben. Man sieht an vielen Dingen, dass unser Niveau tatsächlich sehr hoch ist. Schlägertests waren auch noch ein Thema am Sonntagvormittag. Auch das war für uns nicht neu. Es gab aber tatsächlich einen Kollegen, der die digitalen Messgeräte noch nie gesehen hatte. Nach einer kurzen Pause durften wir endlich unser Wissen in Form von Kreuzen bei der schriftlichen Prüfung zu Papier bringen. 30 Minuten für 50 Fragen sind nicht gerade lang, aber ich habe nach 20 Minuten abgegen. Nach dem Mittagsessen erhielten wir unser Ergebnis. 4 Kollegen bestanden die Prüfung nicht. Wir konnten die Tradition fortsetzen, daß der Lehrgangsbester aus Württemberg-Hohenzollern kommt. Dieses Mal stellte der TTVWH sogar die beiden Lehrgangsbesten. Ich konnte als Lehrgangszweite meinen NSR-Ausweis in Empfang nehmen. Lukas Eichhorn aus dem Bezirk Hohenlohe  glänzte mit 98 von 100 Punkte. Ich erreichte sehr gute 93 Punkte. Nach dem Gruppenfoto fuhren wir erschöpft nach Hause. Alle 3 Schiedsrichter vom TTVWH fuhren als NSR nach Hause.

An dieser Stelle möchte ich ganz herzlich meinen damaligen Ausbildern vom VSR-Lehrgang Danke sagen (Hans-Peter Wörner, Heike Mucha, Sven Weiland und Lothar Jander). Sie haben die Grundlagen für dieses tolle Ergebnis gelegt. Ein weiteres Dankeschön gilt dem jetztigen TTVWH-Schiedsrichterausschuss (Martin Reinauer, Lothar Jander, Andy Schenk und Lukas Eichhorn) für die Nominierung und die Vorbereitung auf die Prüfung und für die gute Weiterbildung jedes Jahr. Wir durften in diesen 3 Tagen selbst erfahren, welches Niveau die Aus- und Weiterbildung im TTVWH hat. Bitte macht weiter so!!

Herzlichen Glückwunsch an Melanie Timke zur erfolgreichen Prüfung!

Die Schiedsrichtergruppe Esslingen besteht aktuell aus 10 Verbandsschiedsrichtern, 2 Nationale Schiedsrichtern und 4 Internationale Schiedsrichtern.

Schiedsrichtereinsätze in den Bundesligen 2014/2015

In der neuen Saison ist der Bezirk Esslingen mit zahlreichen Schiedsrichtern in den Bundesligen am Start. Tim Andraschko (SpVgg Stetten), Ingo Schroth (TB Neuffen), Peter Klement (TV Nellingen), Martin Reinauer (TTF Neuhausen) und Kai-Uwe Krohmer (SV Hardt) kommen in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) bei den Heimspielen des TTC matec Frickenhausen und der TTF Liebherr Ochsenhausen zum Einsatz.

In der 2. Bundesliga der Herren leiten Jutta Gronen, Melanie Timke (beide TSV Sielmingen), Gerhard Hümpfner (SKV Unterensingen) und Richard Klenner (TSV Harthausen) das eine oder andere Heimspiel des TTC matec Frickenhausen II.

Zur neuen Saison wurde die 3. Bundesliga für Damen und Herren eingeführt. Bei Spielen der TTG Süßen, VFL Sindelfingen (beide Damen) und TTC Bietigheim-Bissingen (Herren) sind  Jutta Gronen, Melanie Timke, Tim Andraschko, Ingo Schroth, Gerhard Hümpfner und Kai-Uwe Krohmer als Oberschiedsrichter bzw. Schiedsrichter am Tisch im Einsatz.

 

Württembergisches Schiedsrichtermannschaftsturnier in Remshalden -                                    Schiedsrichtergruppe Esslingen mit einem schönen 4. Platz (von Tilman Schwenkglenks)

Am Samstag, 19. Juli, einen Tag vor der TTVWH-Rangliste, wurde das traditionelle Schiedsrichtermannschaftsturnier wiederbelebt - mit Erfolg! Dazu bei genialem Sommerwetter und im geselligen Zusammensein.

Das Turnier wurde in Dreiermannschaften ausgespielt. Die 8 Mannschaften aus den Schiedsrichterbezirken waren dabei aus verschieden starken Spielerinnen und Spieler aus den jeweiligen Bezirke zusammen gestellt. Bei diesem Turnier stand jedoch wohl eher der Spaß im Vordergrund, als der Titel.

Für den Bezirk Esslingen gingen Sven Schirrmacher (TSV Sielmingen), Ingo Schroth (TB Neuffen), Martin Reinauer (TTF Neuhausen) und Tilman Schwenkglenks (TSV Wendlingen) an den Start. Zunächst wurde in 4er-Gruppen gespielt. Das ausgeglichene Team aus Esslingen hatte als Ziel nicht Letzter zu werden, und startete daher gleich ambitioniert und motiviert gegen Hohenlohe 2 in ein spannendes und hart umkämpftes Match, das wieder einmal bewies, dass es nicht einfach ist, Damen zu schlagen! Man gewann hier knapp 4:3. Danach konnte man auch gegen Heilbronn, diesmal jedoch relativ sicher mit 4:2. Das dritte Spiel ging gegen den Mitfavoriten Ostalb erwartungsgemäß deutlich 0:4 verloren. Somit hatte man sich für das Halbfinale qualifiziert.

Hier traf man auf den zweiten Mitfavoriten Stuttgart. Auch hier konnte man nichts holen und verlor 0:4. Spannender wurde es dann im Spiel um Platz 3. Hier musste man gegen das Team Ostalb 2 ran, mit drei Noppenspezialisten am Start. Vielleicht auch auf Grund des "Sommerlochs" verlor man hier mit 1:4 und hatte damit zumindest nicht den letzen Platz belegt, sondern das Ergebnis unerwartet gut dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung gestalten können.

Ein Dank geht zuletzt an Kai-Uwe Krohmer für das Management im Team und für die tollen apfelgrünen Trikots, die mit für eine tolle Stimmung im Team sorgten!

Ergebnis des Schiedsrichterturniers (die ersten Vier):

1. Platz: Ostalb 1

2. Platz: Stuttgart

3. Platz: Ostalb

4. Platz: Esslingen

 

Frage 1: In seinem ersten Einzel bei den Bezirksmeisterschaften wirft Spieler A aus Frust den Schläger.

Antwort: Intern. TT-Regeln B 5.2.1 und 5.2.2. Unsportliches Verhalten: gelbe Karte Spieler A.
Im weiteren Verlauf dieses Spiels gibt es kein weiteres unsportliches Verhalten von Spieler A. Die gelbe Karte erlischt.

 

Frage 2: Im nächsten Einzel gegen Spieler C spukt Spieler A auf den Boden.

Antwort: Intern. TT-Regeln B 5.2.1 und 5.2.2. Unsportliches Verhalten: gelbe Karte für Spieler A.

 

Frage 3: Nach einem unerreichbaren Kantenball von Spieler C tritt Spieler A mit dem Fuß gegen den Tisch.

Antwort: Intern. TT-Regeln B 5.2.1 und 5.2.2. Unsportliches Verhalten: gelbe und rote Karte für Spieler A  und einen Punkt für den Spieler C.

 

Frage 4: Im 3. Satz des Einzel zwischen Spieler A und C schlägt Spieler A den Ball aus Frust auf die Tribüne.

Antwort: Intern. TT-Regeln B 5.2.1 und 5.2.2. Unsportliches Verhalten: gelbe und rote Karte für Spieler A und 2 Punkte für den Gegner.

 

Frage 5: Im 4. Satz des Einzel zwischen Spieler A und C tritt Spieler A verärgert gegen die Umrandung.

Antwort: Intern. TT-Regeln B 5.2.1 und 5.2.2. Unsportliches Verhalten: rote Karte für Spieler A. Folge: Disqualifikation durch den Oberschiedsrichter

Die Disqualfikation kann vom Oberschiedsrichter für dieses einzelne Spiel, einen Wettbewerb oder für die gesamte Veranstaltung ausgesprochen werden.

 

 

 

Bei den Nationalen Schülermannschaftsmeisterschaften in Notzingen war unser Schiedsrichter Tilman Schwenkglenks im Einsatz. Danach stellte er sich unserem Interview.

 

Tilman, seit wann bist Du Verbandsschiedsrichter?

Ich bin jetzt seit einem guten Jahr dabei!

 

Wie viele Spiele hast Du bei den Nationalen Schülermannschaftsmeisterschaften geleitet?

Das waren einige - bestimmt an die 7 Spiele pro Turniertag.

 

Was war das Highlight bei diesem Turnier für Dich?

Ich durfte im Finale der Schüler eines der letzten Einzel leiten. Das war etwas besondere für mich.

 

Was gefällt Dir an der Schiedsrichterarbeit?

Ich staune immer wieder darüber, wie selbst unter den guten Spielerinnen und Spielern die Regeln des eigenen Sports unbekannt sind. Leider auch manchmal unbewusst oder sogar bewusst gebrochen werden. Selbst ich habe viele Regeln noch nicht gekannt! Bei der Schiedsrichterarbeit kann ich mich aber aktiv für einen fairen und regelkonformen Tischtennissport einsetzen und diese Regeln selbst als Spieler besser anwenden, aber auch vertreten. Ich schätze es sehr, dass Schiedsrichter in Kauf nehmen, einfach auch mal der Buhmann zu sein. Einerseits die Aufgabe des Schiedsrichters ernsthaft auszuführen, andererseits aber nicht dabei moralisch zu wirken, sind Herausforderungen, die mir besonders gut gefallen.

 

Warum sollte jeder Verein einen Schiedsrichter haben?

Ich bin der Meinung, dass jeder Verein eine Vorbildsfunktion inne hat und sich daher für die Fairness und Einhaltung der Regeln eintreten sollte. Das fängt schon bei der Jugendarbeit an. Ein wichtiger Schritt dazu ist es, selbst einen Schiedsrichter zu haben, der bei Erwachsenen wie bei Jugendlichen kompetent aufklären und bei Fragen oder Unstimmigkeiten helfen kann. Spätestens wenn brenzlige Situationen und Entscheidungen auftauchen, profitiert ein Verein, denke ich, auf jeden Fall sehr davon.

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